Mit dem Charme eines Robbie Williams -
Michael Bublè lässt seinen Charme in Trier spielen

Text: Kathi Schmitt
TRIER. Während Naturally 7 mit der Natürlichkeit ihrer Stimme beeindrucken, gibt sich Michael Bublé als Gentleman und versprüht eine Menge musikalischen Charme, der an den Charme eines Robbie Williams erinnert.
Naturally 7 – Die Band ohne Band
„I’m an Entertainer“ – so hatte sich der Kanadier Michael Bublé in der Römerstadt Trier selbst angekündigt. Doch bevor der Jazz-Sänger loslegte, ließ er seine Vorband „Naturally 7“ das Publikum unterhalten. Die New Yorker Band trägt den Spitznamen „Band ohne Band“, weil sie alle Instrumente mit der Stimme nachahmen kann. Singen können alle sieben. So ist Roger Thomas für den Rap zuständig, Warren Thomas ersetzt Gitarre und Percussion, Dwight Stuart ist als Bariton einsetzbar, Rod Eldridge kann eine Trompete nachahmen, Garfield Bukley ist die Mundharmonika und James Reed das Keyboard der Truppe und Marcus Davis ist als Bass zu hören. „Something is in the air tonight, can you feel it, Trier“, fragt einer von ihnen. Und auf ein “Yeah” aus den Zuschauerreihen folgt ihre a-capella Version von Phill Collins` „Feel it (In the air tonight)“. Doch als a-cappella-Band wollen sich Naturally 7 nicht abstempeln lassen. „We make vocalplay“, erklären die schwarzen Männer in weißen Anzügen ihren Stil. Und nach einer schnell vergangenen halben Stunde sind sie begleitet von standing ovation von der Bühne verschwunden.
Ein Lied für Sophie
Die Bühne verdunkelt sich für einen Moment. „MB“, die Initialien von Michael Bublé sind auf dem Vorhang zu sehen. Noch im Dunkeln beginnt er zu singen. Die Atmosphäre verführt zum Träumen. „It should be romance“, sagt er und fordert seine Fans auf, die rechte Hand dem Nachbarn oder der Nachbarin auf den Schoß zu legen. Überall funktioniert die Romantik nicht, aber dort sorgt die Aufforderung für ein Lächeln. Und ein Lächeln hat Bublé den ganzen Abend über im Gesicht. Besonders über ein selbst gemaltes Bild freut er sich, das er vor der Show von einer kleinen Dame namens Sophie geschenkt bekommen hat. Dafür bedankt er sich persönlich bei ihr und widmet ihr ein Lied. Auf dem Weg zurück zur Bühne schüttelt er zahlreiche Hände und nimmt ein paar Rosen in Empfang. „Thank you for your heart and money“, sagt der Entertainer gerührt. Zusammen mit seiner Band spielt Bublé Lieder von seinem aktuellen Album “Call me irresponsible”. Dabei lässt er es sich nicht nehmen zwischendurch Posaune zu spielen und einen seiner Posaunisten singen zu lassen. Zwei Stunden später hat sich die romantische Atmosphäre zu einer Gute-Laune-Partie gewandelt. „YMCA“ oder „Crazy little thing called love“ lassen das Publikum mittanzen und zur Bühne stürmen. Bublé hat in Trier seinen Charme spielen lassen.
Links
Naturally 7: www.naturallyseven.de
Michael Bublé: www.michaelbuble.de
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