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Heldenhafter Besuch in Saarbrücken – Wir sind Helden fordern auf: „An die Arbeit!“


Text: Christine / RockChick \Schmidt
Bilder: Diana / Diddy  \ Freynhofer + RockChick

Bilder zum Konzert


Sie haben sich im Februar 2003 ganz freundlich mit „Guten Tag“ vorgestellt, stellten mit „gekommen um zu bleiben“ ganz klar dass sie beileibe keine Eintagsfliegen sind und machten nun am 8.10.2007 Tourstopp in Saarbrücken, um zu zeigen die Helden sind „Soundso“. Und daß das auch ganz gut so ist, können alle Besucher der Saarlandhalle an diesem Abend bestätigen.
Als Warm Upper für die Helden spielen The Amberlight, eine nette Pop-Synthiemischung die bereits 2 Alben herausgebracht haben. Gesungen wird allerdings in Englisch. Passt vielleicht nicht ganz so gut zu der Musik die die Helden spielen, aber wer auf ein Helden Konzert kommt, der will schließlich auch nur Helden sehen und hören. Nichtsdestotrotz erhalten The Amberlight den gebührenden Applaus der Saarbrücker.
Aber die Rufe nach den Helden werden immer lauter und als Judith Holofernes, Pola Roy, Jean-Michel Tourette, Mark Tavassol und die Gasttröter Musikanten die Bühne betreten sind die Saarbrücker von Anfang an begeistert. Die helden scheinbar auch.
Das Motto des Abends wird sogleich verkündet, es lautet „ An die Arbeit“. Das müssen sie den Fans an diesem Abend nicht zweimal sagen! Die singen, springen, hüpfen und tanzen nämlich von Anfang an mit. Denn tatsächlich, das sonst so zurückhaltend wirkende saarländische Völkchen zeigt sich heute doch tatsächlich tanzwütig!
Ob das wohl an dieser natürlichen und ehrlichen Ausstrahlung der Helden liegt? Oder  vielleicht auch an dem außergewöhnlichen Kittelkleid in Türkis und lila dass sich Judith so charmant über die Jeans geworfen hat?
Tatsache ist jedenfalls dass:

  1. Frau Holofernes einen wirklich interessanten Namen trägt denn selbst laut.de fragt:“ Kann man einer Sängerin vertrauen, die den Namen Judith Holofernes (bürgerlicher Name: Judith Holfelder von der Tann) trägt? Deren biblische Namensgeberin durch das Köpfen eines Mannes (des Feldherren Holofernes) in die Geschichte eingegangen ist?“ Wir glauben: Ja!
  2. Frau Holofernes die wohl besten und intelligentesten deutschen Texte derzeit schreibt (Der Youthtoday Respekt!-Preis gehört Dir, Judith!)
  3. Der Mix der aus den Boxen dröhnt sehr gut bei den Saarbrückern ankommt. So gut dass ich keinen in meinem näheren Umkreis erkenne der nicht am tanzen, wippen, leise oder laut mitsingen ist.

Der Mix den die Helden spielen bezeichnen Sie selbst als  "Synthie-Punk-Pop", der sich in "28 % Synthie, 34 % Punk und 38 % Pop" aufschlüsselt.
Wie auch immer, nach dem ersten Titel „ Ode an die Arbeit“ (übrigens der geniale erste Titel auf dem fabulösen neuen Album Soundso) gibt es danach „Endlich ein Grund zur Panik“.
Frau Holofernes begrüßt das Saarbrücker Publikum anschließend ganz standesgemäß mit einem „Salut Saarbrigge!“ Das habe Sie so nämlich vom Schwiegervater (der Papa von Pola Roy) erfahren, der widerum aus dem Saarland stammt.
Ansonsten beschränken sich die Saarlandkenntnisse auf „Oh Leck!“ und die Erkenntnis das wenn man den See im deutsch-französischen Garten einmal umrundet hat, man nicht einmal in Deutschland und einmal in Frankreich war.
Bei „die Konkurrenz schläft nicht“ (Album Soundso) war das Publikum etwas „zweigeteilt“. Judith nämlich teilte das Publikum auseinander, „ riss Familien und Freunde auseinander“ und ließ sie gegeneinander antreten: Michels (Gitarre, mobile keyboard) linke Seite musste möglichst laut und dazu im Takt „ Die Konkurrenz“ rufen und Marks(Bass) rechte Seite konterte mit „schläft nicht“.
Einen ganz großen Gefallen haben die Helden wohl jeden Fan gemacht, indem sie auch die alten Kamellen vom ersten Album ausgepackt haben. Extra für die Tour wurden zum Beispiel das wunderschöne „Du erkennst mich nicht wieder“ oder „Ist das so“ ausgegraben.
Nicht gefehlt haben natürlich auch die großen Charterfolge wie „Müssen nur wollen“, “ Gekommen um zu bleiben“, „Von hier an blind“, „Guten Tag“, „Aurelie“, „Nur ein Wort“ und  „Denkmal“. Obwohl die Helden zunächst mit einem augenzwinkernden Grinsen verkündeten „Denkmal? Spielen wir nicht mehr!“ und prompt ließen die  Bläser das Intro von Peter Gabriels Sledge Hammer ertönen, dass dann in wundersamer weise zu Denkmal mutierte. Das Publikum mutierte auch. Zu einer glücklichen Heldenfamilie!
Setliste Saarbrücken:

Intro /Ode an die Arbeit

Müssen nur wollen

Endlich ein Grund zur Panik

Konkurrenz

Von hier an blind

Guten Tag

Zuhälter-Krieg

Aurelie/Why can’t I be you

Gekommen um zu bleiben

Nur ein Wort

Soundso

Zugabe #1

The Geek – we shall inherit

Blow

Du erkennst mich nicht wieder

Hände hoch

Wenn es passiert

Sledgehammer/Denkmal

Kaputt

Zugabe #2

Echolot/ Außer Dir

Ein Elefant für Dich

Ist das so

Bist du nicht müde

Links: The Amberlight, Wir sind helden