Körperwelten – beeindruckend, schaurig, lehrreich
Text und Fotos: Diana und Frank Freynhofer
Fotos
der Ausstellung >hier<
Ende März besuchte YT die Körperwelten-Ausstellung „Körperwelten & Der Zyklus des Lebens“ in Heidelberg, wo Gunthervon Hagen an der städtischen Universität auch 1977 die Plastinantion erfand.
Ein Verfahren, das den Verfall des toten Körpers stoppt und ihn dauerhaft haltbar zur Ausarbeitung anatomischer Präparate aushärtet. Besonders interessant ist die Ausstellung für Wissenschaftler und angehende Mediziner.
Aber auch der nichtfachmännische Besucher zeigt sich in der Regel schwer beeindruckt von den außergewöhnlichen Exponaten, wobei die Begeisterung jedoch von einem gewissen Gruselfaktor begleitet wird.
Denkt man dann noch daran, dass der erfolgreiche deutsche Medizin-Thriller „Anatomie“, bei dem es auch um die Plastination geht, im Jahr 2000 in Heidelberg gedreht wurde, überläuft es einen mit einem schaurigen Gefühl.
Als oberstes Ziel gilt für Dr. Angelina Whalley, die Kuratorin der Ausstellung und zugleich Ehefrau von Gunther von Hagen, jedoch die gesundheitliche Aufklärung.
Daher werden unter anderem oft kranke Organe neben gesunden gezeigt, um den Besucher daran zu erinnern, dass die Gesundheit sein höchstes aber auch zerbrechlichtes Gut ist, das es zu schützen gilt. Als kreative und konzeptionelle Gestalterin der Körperwelten verbindet Dr. Whalley auf eindrucksvolle Weise Kunst und Wissenschaft.
Das zeigt sich insbesondere in den Ganzkörperexponaten, in denen bis zu 1500 Stunden Arbeit stecken. Diese werden nämlich in alltäglichen Posen und größtenteils mit Utensilien aus den Bereichen Freizeit, Sport und Kultur, für die Ewigkeit ausgehärtet, zu Schau gestellt. Ein Besuch lohnt sich.
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