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„Joe Cocker ist geil“

joecoker

Text: Kathrin Schmitt

TRIER. Sound scaper, so heißt der junge Künstler, den Rock- und Blues-Altmeister Joe Cocker auf seiner aktuellen Deutschland-Tournee „Hymn for my soul“ im Vorprogramm hat. Sound scaper alias Martin Kilger singt auf seinem aktuellen Album „Leicht“ deutsche Texte. Seine Texte erzählen von Liebe, Fremdgehen, Schluss machen, Freundschaft und Lebensfreude. Es sind genau die Dinge, die Joe Cocker, der gebürtig aus  Sheffield (GB) stammt, seit seinem 15. Lebensjahr 1959 in englischer Sprache besingt.

Aber nicht nur thematisch liegen beide Sänger auf einer Wellenlänge. „Joe Cocker ist geil“, sagt Martin Kilger auf dem Tourkonzert am 26. Oktober in der Trier-Arena und räumt die Bühne für den Altmeister.

„With a little help from his fans“
Mit einem Sprung landet er auf der Bühne, singt einen ersten Song und begrüßt sein Publikum mit “Guten Abend Trier”. Innerlich ist Joe Cocker jung geblieben. Die Arena ist nicht ausverkauft, doch für seine Fans gibt Joe Cocker alles: Er schreit und „zappelt“. Und seinen Fans zaubert er mit jedem Schrei ein Lächeln ins Gesicht. Sie singen jedes seiner Lieder mit und manch einer „zappelt“ mal mehr mal weniger rhythmisch im Takt dazu. Weder „Joe“ noch sein Publikum braucht eine Pause. Im Hintergrund laufen Bilder, die an vergangene Tage, das Woodstock-Festival 1969, erinnern. Zwei Stunden vergehen bis die fünfte Zugabe gespielt ist und sich der Vorhang schließt. „Das war’s schon?“, sagt Kornelia Schmitt aus Trier, die bereits neun Monate auf den Auftritt ihres Musiklieblings gewartet hat. „With a little help from his fans“ war eines seiner legendären Konzerte.

Kritisch anzumerken bleibt nur, dass Cocker an den Bläsern sparte und lediglich ein Saxophonist auf der Bühne stand. Besonders bei einem Song wie „You can leave your hat on“ fehlten Bläser. Selbst Mark Medlock hatte bei seinem Auftritt in der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (kurz DSDS) ein komplettes Bläserensemble auf der Bühne. Eine eindeutige Fehlbesetzung waren die beiden Sängerinnen. „Up where we belong“, das Duett, das Cocker im Original zusammen mit Jennifer Warner singt, hatte durch die weiblichen Stimmen nur wenig musikalische Qualität.

Links
Sound scaper: www.soundscaper.de
Joe Cocker: www.joe-cocker.de