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ERST 20 UND SCHON 2 ZWILLINGSPAARE

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Text: Kira


Als Einzelkind aus einer kleinen Familie aus dem ruhigen Dorf Wiebelskirchen geriet ich in eine amerikanische Großfamilie, die in einer Großstadt leben.
Ich bin Kira Bouvel aus Wiebelskirchen. Ich habe Babys und Kinder schon immer geliebt und babysitte schon seit ich 14 bin und somit habe ich mich dazu entschlossen, nach dem Abitur für ein Jahr als Au Pair in die USA zu ziehen. Die Organisation, mit der ich hier bin, heißt AIFS – Au Pair in America. Nach sehr viel Papierkram und Interviews ging es dann endlich auf die Familiensuche. Ich hatte 9 Familien, die mich kontaktiert haben und für 2 habe ich mich näher interessiert und als ich mich dann endlich für eine von beiden entschieden hatte und sie sich für mich und wir eigentlich nur noch einen Mausklick vom letztendlichen Match weg waren, habe ich vor unserem allerletzten Telefonat die entscheidende E-Mail bekommen, die meine ganzen Pläne über den Haufen geworfen hat. Diese war von meiner jetzigen Gastfamilie, in der ich heute noch glücklich lebe. In ihr hieß es „Es hat sich eine tolle Überraschung eingeschlichen. Wir erwarten unser 2. Zwillingspaar im Juli und deswegen sind wir auf der Suche nach einem Au Pair.“ Als ich diesen Satz las, war für mich klar: Das ist meine Familie! Ich antwortete ihnen. Wir telefonierten 3 Mal. Ich sagte der anderen Familie höflich ab und wir matchten.

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Ein neuer Lebensabschnitt beginnt
Ende Juli musste ich dann für 4 Tage auf ein ziemlich langweiliges Seminar nach Connecticut und habe eine New York Tour mitgemacht und dann bin ich endlich Anfang August zu meiner Familie nach Michigan geflogen. Am Flughafen empfingen mich dann mein Gastvater mit den großen Zwillingen (3 Jahren – Peter und Andrew) und der Opa. Die Jungs hielten ein großes Deutschlandplakat mit einem Foto von mir und den Worten „KIRA BOUVEL – Welcome to your home in the U.S. of A.“ In der Hand. Zu Hause angekommen erwarteten uns meine Gastmama und die damals genau 2 Wochen alten Babys (Joseph und Anna). Ich wurde von allen mit Umarmungen begrüsst und herzlich empfangen und vom ersten Tag an in die Familie aufgenommen.  Als ich diese Familie aussuchte dachte ich, schlimmer als die 4 Kinder kann es nicht mehr kommen aber diese Hoffnung verließ mich, als ich den Truck sah, den ich hier fahre. Ford F 150. Rot. 3 Mal so groß wie mein Auto in Deutschland. 

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Meine Aufgaben
Ich arbeite normalerweise von Montag bis Freitag von 8 bis um 17 Uhr. Morgens heißt es, 4 Kinder fertig zu machen, d.h. anziehen, Frühstück, Babys füttern und wickeln, Jungs Zähne putzen und Haare kämmen und dann kann der Tag beginnen. Die Jungs haben 2 Mal die Woche für jeweils 2,5 Stunden Kindergarten und gehen neuerdings 1 Mal die Woche ins Fußball. In der Zeit bin ich dann mit dann mit den Babys alleine und das sind meistens unsere Badetage J Und, mittwochs ist immer mein Fun-Tag mit den Kindern. Da gehen wir morgen in die Bücherei zu einem Kinderprogramm, essen dann Fastfood von Mc Donalds und treffen uns anschließend mit den Müttern der deutschen Krabbelgruppe und deren Kindern, wo wir immer sehr viel Spaß haben. Wenn ich mit den 4 Kinds weggehe (Kaufhaus, Spielplatz, Bücherei, Indoor-Spielplatz), dann muss ich immer schon mindestens eine Stunde mehr einplanen für das Beantworten von Fragen geschockter Leute. Das übliche Gespräch läuft dann folgendermaßen ab: Oh mein Gott, sind das Zwillinge (Babys)? – Ja. Und das die Brüder? – Ja. Sind die auch Zwillinge? – Ja. Und dann beginnen sie, blass zu werden und addieren 1+1 und dann kommt „So, dann haben sie ja 2 Zwillingspaare?!“ Und dann schaut man am besten, dass man Land gewinnt bis man auf den nächsten Fragenden trifft.

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Außerhalb dem Babysitten
Neben dem Kinderaufpassen gehe ich noch aufs College (letztes Semester: russisch, Salsa Tanz und Acrylmalkurs und jetzt nur noch Acrylmalen), was eine große Abwechslung ist zu dem ganzen Alltagsstress, den man mit 4 Kindern so hat. Außerdem treffe ich mich mit Freundinnen oder anderen Au Pairs oder ich scrapbooke (das ist so ne Art Fotoalbum) oder ich gehe mit meiner Gastmami zu einem Bon Jovi Konzert oder dem Musical „Mamma Mia“, was wirklich sehr empfehlenswert ist.

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Kontakt zu Deutschland
Ich war über Weihnachten und Neujahr zu Hause und war sehr froh, all meine Freunde und Familie wieder zu sehen, muss aber zugeben, dass ich meine Familie in den USA sehr vermisst habe. Im April kommen mich meine Mama und meine Tante für 14 Tage besuchen, worauf ich mich schon sehr freue. Wir werden u. a. nach Kanada zu den Niagara Fällen, in den Achterbahnenpark nach Ohio und in den Detroit Zoo fahren und in „Menopause, das Musical“ und auf ein Baseballspiel gehen und dann kann ich den Zweien endlich zeigen, wo und wie ich hier wohne, wer meine Familie hier ist, wer meine neuen Freunde sind, welches Auto ich fahre,  welche meine Lieblingsrestaurants sind und vieles mehr.

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Danke
Nun zum Schluss möchte ich mich noch gerne bei meinen Referenzpersonen Sabrina Stoll, Gabi Bier und Sabine Moritz bedanken, die mir dabei geholfen haben, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Außerdem möchte ich allen anderen Eltern danken, die mir immer ihre Kinder anvertraut haben und dank denen ich diese vielen Erfahrungen sammeln konnte!
Danke auch für die Unterstützung von meiner Familie, meinen Freunden und meinem Freund durch die ganzen 8 Monate, die ich nun schon hier bin. Ohne eure ganzen Mails und Skype hätte ich bestimmt sehr viel mehr Heimweh als ich habe!!!
Und, zu allerletzt aber sehr wichtig: DANKE an meine Gastfamilie (einschließlich Opa und Grandma Powell) und meine Freunde hier, die eigentlich die Freunde meiner Gasteltern sind! Ihr alle habt mich hier supernett in euer aller Leber aufgenommen und lieben gelernt! Ich bin froh, euch als meine Gastfamilie gewählt zu haben! Ich liebe euch und ich werde euch nie vergessen.
ICH FINDE ES TOLL, DASS ICH HIER IN YOUTH TODAY UEBER MEIN LEBEN ALS AU PAIR BERICHTEN DURFTE UND ICH HOFFE SEHR, DASS IHR SPASS MIT MEINEM ARTIKEL UND DEN FOTOS HABEN WERDET!!!!!!
Kira