Die letzte Rockband vor der Grenze - Green Wave nimmt
Abschied von Riegelsberg
Fotos & Bericht: Christine Schmidt
22.04.05
Gibt man <Green Wave> als Suchwort
bei www.google.de ein erhält man u.a. Ergebnisse
wie einen thailändischen Radio Sender, ein Mitglied
mit Namen Green Wave im einem Kiffer Forum, diverse
Produkte einer Naturkosmetiklinie und Green Wave - die
letzte Rockband vor der Grenze.
Begonnen hat die Geschichte dieser außergewöhnlichen
Band schon 1975, und seither ist Green Wave aus der
saarländischen Musikgeschichte nicht mehr wegzudenken.
Meilensteine in der 30 jährigen Bandgeschichte
sind die eigenkomponierte Rockoper „we used to
cutt he green grass“ sowie das Konzeptalbum „the
inner Garden“.
Was die Band so außergewöhnlich
macht ist wohl dass Green Wave ihrem Publikum ausschließlich
eigene Songs präsentieren die sich durch den gesellschaftspolitischen
Inhalt auszeichnen.
Die Band unterstützt seit Gründung an immer
wieder gesellschafts- oder jugendpolitische Aktivitäten
mit Benefizauftritten Für Unikult, die Aids Hilfe,
Menschen für Menschen oder Aktionen wie Rock gegen
Rechts.
Green Wave stellen sich somit nicht selbst
als Musiker dar sonder verstehen sich viel mehr als
kritische Beobachter der gesellschaftspolitischen Realität.
Diese Einstellung zur Musik und ihrer Umwelt sowie die
Art wie die Band ihre Überzeugung live auf das
Publikum überträgt macht Green Wave so besonders.
Am 25.02.2005 präsentierte der Kulturverein Riegelsberg
allen interessierten Musikliebhabern Green Wave zusammen
mit the Scamps in der Braustube Riegelsberg.
Für Green Wave ein ganz besonderer Abend verabschiedeten
Sie sich doch mit diesem Gig von Riegelsberg als musikalischer
Heimat, nachdem 20 Jahre lang das Alte Kino im Ortsteil
Buchenschachen der Proberaum der Band war.
Dort wurde nicht nur geprobt sondern
auch ein eigenes Aufnahmestudio betrieben, in dem neben
Eigenproduktionen auch andere saarländische Bands
Demos oder CDs aufnahmen.
Der Green Wave Support an diesem Abend The Scamps heizten
dem Publikum im Brauhaus mit rotzig lautem, punkig angehauchten
Rock ein.
The Scamps sind:
Erasmus Schmidt Gesang, Gitarre
Nils A. Crauser Gitarre, Gesang
Peter Mußler Bass, Gesang
Thomas Trittelvitz Drums
Und bestechen durch energiegeladene Eigenkompositionen
im klassischen, britischen Rockstil, angereichert mit
Ska, Reggae und Balladen.
Nach etwa einer Stunde betreten dann die Green Wave
Mitglieder die Bühne:
Stefan Richter - Keyboards, Gesang
Klaus Kliebenstein - Drums
Detlev Schäfer - Bass, Gesang
Rainer Wahlmann - Gesang, Mundharmonika
Christoph Waltner - Gitarre, Gesang
Sven Groß - Keyboards, Gesang
Und beeindrucken Ihr Publikum durch den Einsatz der
zwei Keyboards die die dunklen Flüsterpassagen
vom barfuss auf der Bühne stehenden Sänger
Rainer perfekt untermalen. In Szene gesetzt wird die
Band wie man es aus den guten alten 60’ern und
70’ern kennt durch psychedelisch wirkende Bilder
die per Beamer an die Wand geworfen werden.
Der Lead- Gesang wird fast übertroffen vom Gesang
der Gitarre von Christoph Waltner, der sein Instrument
mit unglaublicher Begeisterung spielt und das Publikum
in seinen Bann spielt. Die Begeisterung an der Musik
ist auch den anderen Musikern anzusehen, und diese Begeisterung
schwappt schnell auf das Publikum über die nach
dem letzten Song nach doppelter Zugabe schreien. Nachdem
die letzte Zugabe noch immer nicht genug ist, lädt
die Band alle Fans und interessierte ein gemeinsam den
Abend mit Erinnerung aus der nunmehr 30 jährigen
Bandgeschichte am Beamer ausklingen zu lassen.
Wer nun neugierig geworden ist wie sich der psychedelic
Rock von Green Wave live anhört der kann sich die
aktuellen Termine auf der Webseite der Band unter www.green-wave.de
anschauen.
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