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Portait |
Riga, Rap und
Riesengurken: „Die Letten im Weltall“ fliegen
auf
Bericht und Fotos: Kathi Schmitt
Alle Bilder HIER
Wir schreiben das Jahr 2007. Gerade ist das Raumschiff
der „Letten im Weltall“ auf dem Campus der
Universität Freiburg gelandet. Fizzy Fresh (kurz
Fizzy) und ErstePersonSingular (kurz EPS), die beiden
Kosmonauten fliegen auf ihr neues Territorium und beschließen,
die Erde mit ihrer Rap-Musik zu beschallen. YouthToday
hat „Die Letten im Weltall“ zum Interview
getroffen.
Ein neuer Planet
Fizzy und EPS schauen sich auf dem neuen Planeten um.
In ein paar Stunden steht ihr Gig auf der „Universale“,
der größten Campus-Party in Freiburg, an.
Seit drei Jahren sind die beiden Rapper gemeinsam unterwegs.
„Mit unserer Erdlandung haben wir auch ein Label
in Karlsruhe gefunden, das uns vermarktet“, sagt
Fizzy. 'Miccheck' ist sein Name“, fügt EPS
hinzu. Die zwei Rapper sind ein eingespieltes Team.
Ideen und Konzepte für Songs und Beats entstehen
in den unterschiedlichsten Situationen. „Aber
wir sprechen uns immer untereinander ab“, sagt
EPS. Als Autodidakten haben sie sich das Reimen selbst
angeeignet, der Rhythmus kam von alleine.
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Rappende Kosmonauten
Lettisch, rappig, sprudelig: Ihr Stil ist so
ausgefallen wie ihr Bandname. Warum sie sich „Die
Letten im Weltall“ nennen? „Wir sind Erdlinge
und kommen ursprünglich aus der Nähe von Riga
in Lettland“, sagt Fizzy. Fizzy, der mit bürgerlichem
Namen Holger heißt, wollte als kleiner Junge Kosmonaut
werden. Als er alt genug war, absovierte er ein Praktikum
bei der lettischen Raumfahrtbehörde „Aeroflotes
Latviask Energys“. „Nun ja. Daraus ist nix
geworden. Nur unser Name war irgendwie geboren“,
sagt er. Daher nennt sich Holger auch „Fizzy Fresh“,
denn das englische Adjektiv „fizzy“ bedeutet
übersetzt „sprudelig“. Ein Kosmonaut
ist ein Weltentdecker, ein Rapper ist ein Worterfinder.
Hinter EPS steckt Axel, der mit seinem Namen „ErstePersonSingular“
sein neues Ego gefunden hat.
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Ein neues Album
„Zum Abschuss bereit“ lautet der Titel ihres
ersten gemeinsamen Albums. Anfang Oktober gibt es „den
Rap zum Popowackeln“ – wie ihn die Letten
nennen – direkt und hautnah auf einer Album-Release-Party
in Freiburg.
Lettische Tradition
Doch trotz ihrem Kosmonauten-Dasein sind Holger und
Axel auf dem Boden geblieben. Kurz vor ihrem Auftritt
schlürfen sie genüsslich russischen Wodka
mit sauren Riesengurken. Eine Tradition, die in Osteuropa
als „Lettisches Abendmahl“ bezeichnet wird.
EPS: „Es ist in unserer Heimat Lettland und auch
in Russland und anderen Staaten unter russischem Einfluss
durchaus üblich, Wodka zu kippen und danach Gurken
zu essen. So quasi als Geschmacksbremser, der die Schärfe
rausnehmen soll.“ YouthToday wünscht Guten
Appetit und viel Erfolg!
Mehr Letten und alle aktuellen Termine: www.die-letten.de |
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