Sich und die Gäste kulinarisch verwöhnen
lassen - Orte zum Feiern
02. Mai 2002
Prüfen sollte nicht nur, wer sich ewig bindet, sondern auch, wer ein Hochzeitsessen veranstalten möchte. Das Menü der Wahl sollte sorgfältig ausgewählt werden. Der Termin steht, die ersten Recherchen sind gemacht, jetzt fehlt nur noch die richtige Lokalität für Ihre Hochzeitsfeier.
Ein unbekanntes Restaurant lässt sich am besten bei einem Probe-Essen testen. Wenn sich die Brautleute dann entschieden haben, sollten sie so schnell wie möglich den Termin absprechen und auch schon die ungefähre Anzahl der Gäste mitteilen. Auch ein Zeitplan sollte mit dem Betreiber des Lokals festgelegt werden: Wann kommen Brautpaar und Hochzeitsgesellschaft? Wann soll die Gesellschaft essen? Wie lang soll die Feier dauern, bis wann darf noch Musik gespielt werden? Dann stehen auch die Anordnung der Tische un die Sitzordnung der Gäste auf dem Programm. Meistens haben die Brautleute auch Mitsprache bei der Gestaltung der Tische: In welchen Farben soll eingedeckt werden? Welcher Blumenschmuck wird bestellt? Schließlich geht es um die schönste Tafel im Leben.
Auch die Speisen und Getränke sollten rechtzeitig ausgewählt werden. In vielen Restaurants haben Gäste die Möglichkeit, Teile der Speisen, zum Beispiel den Kuchen für den Nachmittag, selbst mitzubringen. Was die Menüwahl und -abfolge angeht, das können Sie ganz nach Ihren Vorstellungen gestalten. Meist bieten Restaurants die Wahl zwischen einem
Büffett, einem komplett servierten Menü oder ei- nem, das serviert wird, bei dem sich die Gäste jedoch zusätzlich von Platten auf dem Tisch selbst bedienen können. Der Vorteil eines Büffetts ist sicherlich die große Auswahl, jeder Gast kann sich seine bevorzugte Speise heraussuchen. Allerdings sind Ihre Gäste dann viel unterwegs, die Tafel kommt nicht wirklich zur Ruhe. Ein zauberhaftes Menü, das serviert wird, erzeugt zudem das Gefühl, sich am schönsten Tag im Leben einmal kulinarisch verwöhnen zu lassen.
Das alles können Brautpaare natürlich auch zu Hause haben. Wer einen großen Garten hat, kann ein Zeltfest feiern. Das schafft eine persönliche Atmosphäre. Außerdem sind die Gastgeber oft freier bei der Auswahl der Bestuhlung und Dekoration. Und im Sommer bekommt man festlichen Blumenschmuck von der Natur frei Haus. Dabei sorgt ein zuverlässiger Partyservice dafür, dass sich Gäste und Brautpaar um nichts kümmern müssen.
Junggesellenabend - Abschied für immer?
02. Mai 2002
Polterabende gibt es längst nicht überall. Dafür hat in vielen anderen Ländern der
Junggesellenabschied Tradition. Und den gibt es nicht nur für Männer.
Ob es nach der Hochzeit wirklich vorbei ist mit der Freiheit, sei einmal dahingestellt. Die Tradition des Junggesellenabends stammt jedenfalls ursprünglich aus Großbritannien und schwappte allmählich auf das europäische Festland über.
Als der Bräutigam noch beim Vater der Braut um die Hand seiner Zukünftigen anhalten musste, war der Junggesellenabend eine eher ernste Angelegenheit: In schwarzer Krawatte und Anzug trafen sich die Männer beim Vater des Bräutigams, der den Abend ausrichtete. Das Feiern stand dabei zunächst im Hintergrund. Stattdessen waren lange Ansprachen über die Bedeutung der Ehe und das Ende eines Lebensabschnitts die "Highlights" des Treffens.
Heute hingegen bietet der Junggesellenabend dem Brautpaar die wahrscheinlich letzte Chance, vor der Hochzeit alles auszuleben, worauf es nach dem Ja-Wort vielleicht verzichten muss.
Überraschungspartys für Braut oder Bräutigam sind besonders witzig, getrennt natürlich. Da kann man noch mal so richtig in Erinnerungen schwelgen. Bei Frauen beliebt: die gemütliche Pyjama-Party, bei der die besten Freundinnen noch einmal in Ruhe das Leben bequatschen können. Gute Freunde bestellen dem Bräutigam am Junggesellenabend gerne eine Stripperin - eine Sitte, die sich die Damen mittlerweile abgeschaut haben.
Generell gilt: Am Junggesellenabend ist für beide Geschlechter alles erlaubt, was in erster Linie Spaß macht und was der Partner ungern über sich ergehen lassen würde. Besonders nett klingt der Abend aus, wenn sich beide Party-Gesellschaften am Ende treffen und gemeinsam weiterfeiern.
Abergläubische Paare - Sitten und Gebräuche
02. Mai 2002
Natürlich ist heute niemand mehr abergläubisch. Aber ein paar Glücksbringer und alte Traditionen zur Hochzeit können schließlich nicht schaden.
Viele festliche Traditionen sind von alten Ritualen geprägt. Man hält sie gerne am Leben und hofft, damit dem Glück ein klein wenig auf die Sprünge zu helfen.
Zum Beispiel der schöne Brauch, einander mit einem Verlobungsring Treue zu geloben. Er tut aller Welt kund, dass sich zwei Menschen die Ehe versprochen haben. Darüber hinaus ist der Ring aber nicht nur eine Zierde, sondern auch ein Glücksbringer. Denn aus dem Rund des Ringes kann das Glück nicht entweichen. Kein Wunder also, dass für viele Menschen Ringe ein Symbol der Liebe sind.
Wenn zur Verlobungsfeier zum Kaffee eingeladen wird, spielt ein weiterer Ring eine Rolle: Im Kuchen eingebacken, verheißt er der Finderin eine baldige Hochzeit.
Mit dem Sammeln der Cents für die Brautschuhe sollte die Braut am besten schon lange vor der Verlobung beginnen. Wenn im Schuhgeschäft dann die Cents ausgepackt werden, wird die Verkäuferin sicher erst einmal durchatmen - sich aber dann bestimmt mitfreuen. Die Qualität der Schuhe war früher übrigens nicht nur für die Füße wichtig: An ihr konnte man auch erkennen, wie emsig die Bräute gespart hatten - und hoffen, dass sie in der Ehe genauso sparsam sein würden. Eine hübsche Tradition, die kaum noch gepflegt wird, ist die der Hochzeitslader. Die Hochzeitslader, im Norddeutschen auch Köstenbidder genannt, luden, mit Blumen und bunten Bändern fröhlich geschmückt, die Gäste zur Hochzeit ein. Oft wurde die Einladung in Versform vorgetragen. So ein kleines Spektakel ist auch heute noch ein unvergessliches Erlebnis - für das Brautpaar ebenso wie die Gäste.
Bikini-Figur fürs Brautkleid erwünscht - Ballaststoffe statt Kalorien
02. Mai 2002
Sommerliche Temperaturen, nix wie ab ins Schwimmbad. Doch was tun, wenn ein Blick in den Spiegel uns vom Bikini abrät, wenn wieder einmal die Pölsterchen gewachsen sind? Aber keine Sorge: Die "Schlankmacher" winken schon von weitem. "Die hat das schließlich auch geschafft" macht Mut zum Verzicht. Schon tritt man in Hungerstreik, entsagt all den ach so geliebten Schlemmereien. Kaum hat man sich 10 Pfund abgehungert und lebt wieder normal, zeigt der Blick auf die Waage, dass die Gewichtskurve erneut steil nach oben steigt. Wieder einmal waren alle Versprechungen Lug und Trug. In Null Komma Nichts sind mehr Pfunde auf den Knochen als vorher. Schon der Verzichtsgedanke war falsch, sagen Experten, denn er mindert den Erfolg einer Ernährungsumstellung und verhindert meist eine dauerhafte Gewichtsreduzierung. "Nur wer satt ist, isst weniger". Satt wird man aber auch durch Ballaststoffe. Die Firma Bergland-Pharma nutzt diesen Trick und hat jetzt einen Fruchttaler entwickelt, der natürliche Ballaststoffe der Orange enthält, die im Magen aufquellen. Gleichzeitig führt er die wichtigen Vitamine C, B1, B2 und B6 zu. Der Taler mit dem hübschen Namen "Bikini-Figur-Frucht-Taler" (Apotheken, Reformhäuser) hilft bei der Einhaltung einer Kalorienreduzierten Ernährung, fälschlicher Weise oft als "Diät" bezeichnet, und ebnet den Weg zu einer Figur, auf die man stolz sein kann.
(djd)
Polterabende sind eine gern gepflegte Tradition
- Scherben bringen Glück
02. Mai 2002
Gegen böse Geister soll das Poltern am Vorabend der Hochzeit eigentlich helfen. Die meisten nutzen es aber, um noch einmal ganz schön ausgelassen zu feiern.
Ein oder zwei Tage nach dem Polterabend wird es ernst, da wird nämlich geheiratet. Grund genug, es am Polterabend noch mal so richtig krachen zu lassen. Wichtig: Will man Schädelbrummen vor dem Altar und Augenringe unter dem Brautschleier vermeiden, sollte der Polterabend zwei Tage vor der Hochzeit angesagt werden, entgegen der Tradition von einem Tag. Teller, Tassen und Terrinen sind bestens geeignet, um für eine glückliche Ehe zu sorgen, indem man sie mit so viel Lärm zerschmeißt, dass sich jeder Schadenstifter schnell davonmacht. Gläser allerdings sollten auf keinen Fall am Polterabend zum Einsatz kommen, damit bewirkt man das genaue Gegenteil.
Paare haben Mitspracherecht bei der Zeremonie
- Ein unvergesslicher Tag
02. Mai 2002
Manche Paare scheuen den Gang vor den Traualtar, weil sie überkommene Traditionen und Bräuche fürchten. Dabei können sie ihre Trauung zum großen Teil selbst gestalten. Organisation ist alles, selbst vor dem Traualtar. Der Pfarrer macht aus seinem reichen Erfahrungsschatz heraus Gestaltungsvorschläge für den Gottesdienst, das Brautpaar bringt seine eigenen Vorstellungen mit ein. Bei der gemeinsamen Planung geht es zum Beispiel um den Trauspruch: Gemeint ist damit ein Bibelwort, das die Basis bildet für die Ansprache des Pfarrers. Das Brautpaar kann selbst eine Passage aus der Heiligen Schrift wählen, die zum Leitspruch fürs gemeinsame Leben werden soll.
Zur musikalischen Untermalung werden im einfachsten Fall Lieder ausgesucht, die während des Traugottesdienstes von der Hochzeitsgesellschaft gesungen werden. Das Brautpaar kann aber auch Musiker, Sänger oder gleich den ganzen Kirchenchor engagieren. Weniger kostspielig ist Wunschmusik vom Band oder von der CD - sofern es eine Möglichkeit zur Übertragung in die Kirche gibt.
Auch beim Blumenschmuck gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten: Wie umfangreich soll er ausfallen, und welche Blumen oder Farbkombinationen werden gewünscht? Wer übernimmt das Schmücken der Kirche, eine Gärtnerei oder jemand aus der Familie des Brautpaars? Was geschieht mit den Blumen nach der Trauung? Unbedingt vereinbart werden sollte eine Generalprobe in der Kirche für den Einmarsch des Hochzeitszuges: Etwa eine Woche vorher treffen sich die
wichtigsten Akteure - Brautpaar, jeweils ein Elternteil, eine Brautjungfer, die Blumenkinder. Festgelegt wird, wer am Tag X im Hochzeitszug neben wem geht, zu welchem Zeitpunkt alle losmarschieren und welches Tempo die ersten Personen einhalten sollten. Die Blumenkinder üben schon mal das Streuen mit Plastikblumen oder Papierschnipseln.
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Die Geschichte des Hochzeitswalzers
- Ein Tänzchen in Ehren
02. Mai 2002
„Alles Walzer“ heißt es nicht nur alljährlich zum Wiener Opernball. Auch auf Hochzeiten ist er immer noch ein beliebter Tanz mit einem hohen Symbolgehalt. Viele Hochzeiten werden mit einem Walzer eröffnet. Kein Wunder: Er lässt sich schnell erlernen, und es sieht toll aus, wenn Sie mit Ihrem Partner wie eine Feder über den Boden schweben. Was da so leicht aussieht, hat einen starken Symbolgehalt und eine wechselvolle Geschichte.
Die symbolische Bedeutung des Walzers ist vergleichbar mit den Eheringen. Eine Legende besagt, dass die Menschen seit der Vertreibung aus dem Paradies getrennt leben. Ständig suchen sie nach der anderen Hälfte, die sie ergänzt. Im Walzertanz erleben zwei Menschen diese Ergänzung, sie bilden einen geschlossenen Ring. Der Ring selbst versinnbildlicht die Treue, die Bindung und die Vereinigung des Paares. Seine charakteristische Ausprägung als Gesellschaftstanz fand der Walzer zwischen den europäischen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts. Der Walzer wurde zum Sinnbild des neuen Individualismus. In den schnellen Drehungen erlebte man den Rausch dieser Freiheit.
Der Walzer begleitete die bürgerliche Emanzipation maßgeblich. Schnell erregte er die Aufmerksamkeit der Obrigkeit und wurde sogar verboten, er sei „gesundheitsgefährdend“. Der Walzer war verpönter als zu ihrer Zeit Tango oder Rock'n Roll. In einer Zeit steifer Etikette tanzten die Menschen auf einmal eng umschlungen. Dieser Tanz stellte die einzige Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu berühren. Er ließ den Paaren Spielraum für das eigene Temperament - sie konnten den Tanz bis zu einem tranceähnlichen Zustand steigern. Diese Tanzhaltung wurde als unmoralisch verdammt. Mit der Strauß-Dynastie jedoch wurde der Walzer hoffähig und eroberte die ganze Welt. Sie können sich also unbesorgt dem 3/4-Takt hingeben.
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Lass Blumen sprechen - Blütengruß
02. Mai 2002
Ob Brautstrauß oder Tischschmuck, am Hochzeitstag spielen Blumen eine ganz besondere Rolle. Doch die Sprache der Blumen beherrscht nicht jeder.
Blühende Liebesgrüße, Geschenke oder Dekorationen sind aus dem schönsten Tag im Leben nicht wegzudenken. Wer die Sprache der Blumen nicht kennt, ist bei der Auswahl der floralen Schönheiten leicht unsicher. Schließlich möchte wohl niemand dem Brautpaar mit einem Strauß gelber Rosen, und sei er noch so schön, seine Eifersucht signalisieren.
Mit dem Beginn des letzten Jahrhunderts ging das Wissen um die Blumensprache fast verloren. Dass rote Rosen die Liebe symbolisieren, weiß auch heute noch jeder. Aber welche Botschaften sich in der bunten Blütenpracht eines herrlichen Straußes verbergen können, ist weithin unbekannt. Aber der Brautstrauß muss nicht immer aus roten Rosen bestehen, um das schönste Gefühl der Welt zum Ausdruck zu bringen. Auch die Myrte und die rote Chrysantheme stehen für die Liebe. Und die Nelke spricht sogar von reiner Liebe, jedenfalls solange sie nicht gestreift ist. Dann nämlich wird es kritisch, weil gestreifte Nelken Zurückweisung bedeuten. |
Der klassische Ehering hat Konkurrenz bekommen
- Symbol der ewigen Liebe
02. Mai 2002
Gülden und schlicht, so trat er über all die Jahre in Erscheinung: der Ehering. Mittlerweile gibt es ihn in den verschiedensten Ausführungen. Ewige Liebe symbolisiert er, der Ehering, denn er hat keinen Anfang und kein Ende. Allerdings hat der traditionelle Ehering längst Konkurrenz bekommen: Heute darf im Prinzip jeder Schmuckring die Funktion des Eherings übernehmen. Die Ringe für sie und ihn können sich absolut gleichen, zumindest einander ähneln oder auch völlig unterschiedlich sein.
Beliebt vor allem bei jungen Heiratswilligen sind die speziellen Paar-Ringe. Ihre Form ist mehr oder weniger extravagant, gern bestehen sie aus einem Material-Mix, und sie sind verziert mit gravierten Mustern oder Steinen. Meist fällt der Ring für die Braut lediglich etwas zierlicher, femininer aus. Auch die Entscheidung für den klassisch geformten Ehering muss nicht langweilig sein. Interessante Akzente setzen die Materialien -Gold, Weißgold, Platin, solo oder auch in gelungenen Kombinationen. Silber dagegen ist ein zu weiches Material und kommt bei Trauringen normalerweise nicht zum Einsatz. Zum Ehering wird ein Ring erst durch die eingravierte Inschrift. Platz ist selbst im schmalsten Reif zumindest für Vorname und Hochzeitsdatum.
Bei der Auswahl der Ringe beeinflusst natürlich vor allem das Design die Entscheidung. Doch ein Ehering muss nicht nur gefallen, sondern auch zur Hand und zum Typ der künftigen Trägerin bzw. des Trägers passen. Ein guter Juwelier hat dafür den richtigen Blick.
Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wenn ein Ring schöner ist als der andere, für welchen soll sich das Brautpaar entscheiden? Am besten, es stellt schon vor dem Besuch im Juweliergeschäft ein paar ganz objektive Betrachtungen an. Normalerweise ist der Ehering fürs gesamte Leben zu zweit gedacht. Das heißt, er muss auch noch anlässlich der Goldenen Hochzeit gefallen und gut aussehen. Außerdem tragen viele Frauen gern mehrere Ringe an einer Hand. Ein schlichter Ehering passt hier besser; er drängt sich nicht in den Vordergrund.
Manche Menschen sind absolute Gold-Typen, bei anderen sieht Silber viel besser aus, und fein raus sind jene, die alles tragen können. Letztendlich entscheidet die Farbe der Haut darüber, welches der wertvollen Metalle am besten wirkt. Ein guter Juwelier kann hier beraten.
Dem Brautpaar eine Freude machen - Das passende Geschenk
02. Mai 2002
Meistens wohnt das junge Paar schon vor der Hochzeit zusammen. Der Haushalt ist schon komplett. Doch bei den
meisten bleibt immer etwas zum Wünschen übrig. In der Vergangenheit benötigte ein Brautpaar zur Eheschließung alles, um einen gemeinsamen Hausstand zu begründen: Leinen, Geschirr, Besteck und Möbel. Die Geschenke halfen den Eheleuten, sich so schnell wie möglich zu etablieren.
Heutzutage leben die Paare oft schon längere Zeit zusammen, bevor sie sich zur Heirat entschließen. Die Wohnung ist bereits nach den eigenen Vorstellungen eingerichtet und die Küche enthält alles, was benötigt wird. Hochzeitsgeschenke bedienen den Zweck, bislang unerfüllte Wünsche zu verwirklichen. Vielleicht plant das Paar eine größere Investition und freut sich über Geldgeschenke. Oder es war bislang zu sparsam, um sich die Designer-Kaffeemaschine zu kaufen.
Eine Geschenkliste verhindert, dass sich zu dem bereits in Gebrauch befindlichen Toaster fünf weitere Toaster gesellen. Fehlkäufe werden vermieden. Auch wird auf der Liste genau beschrieben, welches Modell und welche Farbe gewünscht werden. Das Paar kann auch ein größeres Geschäft beauftragen, zusammen mit den Gästen die richtigen Geschenke auszusuchen.
Eine solche Liste wird meist von einem Geschäft, manchmal aber auch von den Eltern der Brautleute verwaltet. Stehen besonders kostspielige Wünsche darauf, schließen sich vielleicht einige Gäste zusammen und schenken gemeinsam.
Auch kann es sinnvoll sein, ein Geldgeschenk zu machen, wenn das Paar einen schwer zu erfüllenden Wunsch hat. Mit einem kleineren oder größeren Beitrag machen Sie das Paar glücklich.
Liebe geht durch den Magen - Die Hochzeitstorte
02. Mai 2002
Zwei Stockwerke sind das absolute Minimum für eine angemessene Hochzeitstorte. Was aussieht wie ein Kunstwerk, ist oft ganz leicht selbst zu machen.
Für eine klassische Hochzeitstorte benötigen Sie ein Kilo Sultaninen und 500 Gramm getrocknete Aprikosen und 200 Gramm rote Belegkirschen, jeweils klein geschnitten. Bereiten Sie zwei Rührteige aus jeweils 275 Gramm Margarine, 250 Gramm Zucker, zwei Päckchen Vanillinzucker, einem Fläschchen Butter-Vanille-Aroma, etwas Salz, einem gestrichenen Teelöffel Zimt, je einer Messerspitze Muskatnuss und Nelkenpulver, fünf Eiern, 275 Gramm Weizenmehl und zwei gestrichenen Teelöffeln Backpulver. Zum Schluss Früchte unterheben. Einen Teig nun in eine Springform mit etwa 28 Zentimeter Durchmesser füllen, den anderen Teig auf zwei Springformen mit etwa 16 und 22 Zentimetern Durchmesser verteilen.
Den Teig bei 170 Grad im vorgeheizten Ofen 60 bis 75 Minuten für die große Form und 50 bis 60 Minuten für die beiden kleinen backen. Anschließend die Böden aus den Formen lösen und erkalten lassen. Alle drei Böden mit 150 Gramm warmer gestrichener Aprikosen-Konfitüre bestreichen. Für die Marzipandecke verkneten Sie 500 Gramm Marzipan und 150 Gramm gesiebten Puderzucker, rollen die Masse dünn aus und verteilen sie auf Rand und Oberfläche der Böden. Der Guss besteht aus 600 Gramm gesiebtem Puderzucker und drei bis vier Eiweiß. Mit dieser Masse die Böden überziehen, den Guss fest werden lassen und zu einer Torte zusammensetzen. Für die Dekoration verkneten Sie 200 Gramm Marzipan-Rohmasse und 50 Gramm Puderzucker. Drei Viertel der Masse rosa einfärben und zu 20 Röschen formen. Den Rest grün einfärben und zu 30 Blättern formen.
Zu guter Letzt verrühren Sie noch 200 Gramm gesiebten Puderzucker mit etwas Eiweiß zu einer spritzfähigen Masse und verzieren die Torte damit. Mit etwas Guss befestigen Sie auch die Rosenblüten und Blätter.
Ein Versprechen vor Gott: die kirchliche Trauung
- Ein Bund fürs Leben
02. Mai 2002
Erst die feierliche Zeremonie in der Kirche gibt vielen Paaren das Gefühl, „richtig“ verheiratet zu sein. Den Ort und den Pfarrer können Paare sich heute oft aussuchen.
Am Standesamt führt kein Weg vorbei, wenn man den Bund fürs Leben schließt. Die kirchliche Trauung dagegen ist freiwillig. Doch gerade sie gibt vielen Brautpaaren erst das Gefühl, „richtig“ verheiratet zu sein. Die einen haben das tiefe Bedürfnis, ihre Ehe von Anfang an ganz offiziell unter allerhöchste Schirmherrschaft zu stellen. Andere betrachten den Gang zum Altar eher unter traditionellen, gesellschaftlichen oder romantischen Gesichtspunkten. Auf alle Fälle prägt das Zeremoniell in der Kirche wesentlich den festlichen Rahmen der Hochzeitsfeier.
Die Konfession spielt bei der Trauung eine Schlüsselrolle. Je nach Zugehörigkeit lässt sich das Brautpaar evangelisch oder katholisch trauen oder wählt mit einer ökumenischen Trauung den „goldenen Mittelweg“.
Übrigens zwingt nichts dazu, in der Kirche der Heimatgemeinde vor den Altar zu treten. Natürlich können zwei Münchner in Hamburg den Bund fürs Leben schließen. Allerdings führt der Weg immer zuerst zum zuständigen Geistlichen, der dann den Kontakt mit dem fernen Kollegen herstellt und ihm ganz offiziell die Genehmigung zur Trauung erteilt. Möglich ist es auch, sich vom „eigenen“ Geistlichen in einer anderen Kirche trauen zu lassen. Dazu benötigt der Gastpfarrer immer die Erlaubnis des jeweiligen Hausherrn.
Aller Anfang ist schwer - besonders beim Heiraten
- Unvergessliche Anträge
02. Mai 2002
Der schönste Tag im Leben ist natürlich der Hochzeitstag. Der schönste Tag vor der Hochzeit kann der Tag des Heiratsantrags werden, wenn etwas Kreativität im Spiel ist.
So ein richtiger Heiratsantrag ist ein Ereignis, an das zwei Menschen sich noch zur Silberhochzeit gern erinnern. Ein Grund, keine Mühe zu scheuen und sich etwas besonders Exklusives einfallen zu lassen. Wer auf Freiersfüßen durch die Welt wandelt, braucht nur Ideen und ein wenig Fingerspitzengefühl - dann müsste es klappen mit der Zukünftigen. Übrigens dürfen nicht nur Männer Heiratsanträge machen. Heutzutage spricht nichts dagegen, dass Frauen um die Hand des Auserwählten anhalten.
Wer gleich aller Welt über seine Liebe berichten will, spannt ein Bettlaken mit der bewussten Frage über die Haustür von Braut oder Bräutigam. Oder lässt einen Heissluftballon über ihrer Wohnung schweben. Ein Bündel Luftballons ist genauso geeignet und leichter zu organisieren. Eine passende Aufschrift wäre: „Gemeinsam in den siebten Himmel?“ Bei solchen Anträgen können sich gleich viele andere mitfreuen.
Auch musikalische Anträge genießt nicht nur die künftige Braut - da hören gleich die Nachbarn mit. Überzeugend sind Live-Auftritte. „Veronika, der Lenz ist da“ von einem A-cappella-Chor intoniert oder eine Opernarie für Klassik-Fans, und der oder die Liebste wird staunen. So lange die Musik die Hauptrolle spielt, legt sich auch das Herzklopfen und der Abend kann anschließend ganz entspannt genossen werden.
Tipps für die Behörde - Standesamt
02. Mai 2002
Der Entschluss ist gefasst, einen Termin hat das Brautpaar auch schon im Visier. Jetzt steht die Anmeldung auf dem Standesamt bevor.
Bevor das Aufgebot bestellt werden kann, müssen noch allerhand Dokumente und Formulare zusammengesucht werden. Mit ein bisschen Vorbereitungszeit ist das Ganze gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint.
Zuerst einmal brauchen Braut und Bräutigam eine Abstammungsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift des Familienbuches der Eltern.
Auch eine Aufenthaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes, ein Personalausweis oder Reisepass beziehungsweise Nachweis der Staatsangehörigkeit sind notwendig. Wer bereits verheiratet war, muss eine Scheidungs- oder Sterbeurkunde des ehemaligen Partners vorlegen. Wenn Sie oder Ihr Partner adoptiert wurden, brauchen Sie noch zusätzliche Dokumente. Dazu kann das zuständige Standesamt Auskunft geben. Sind bereits gemeinsame Kinder da, benötigen die heiratswilligen Eltern auch noch zusätzliche Dokumente.
Hat einer von beiden Kinder aus früheren Ehen, muss noch ein vermögensrechtliches Auseinandersetzungs-Zeugnis vorgelegt werden. Dieses Zeugnis bekommen Sie an dem Ort, an dem die Kinder gemeldet sind.
Was man übrigens nicht mehr benötigt, sind Trauzeugen.